Uganda 140: Kisuuza-Brunnen

Kisuuza-Brunnen

Ausgangssituation

Die Kisuuza-Gemeinde liegt im Kitaba-Bezirk des Kibaale-Distrikts im mittleren Westen Ugandas. Etwa 420 Menschen leben hier in 70 Haushalten zusammen. Die Region ist sehr arm und die Menschen im Dorf haben keinen Zugang zu sauberem und sicherem Wasser. Sie holen ihr Wasser für den Tagesbedarf aus einem offenen Wasserloch, welches sie Kabitature getauft haben nach der Person, die es gegraben hat. Das Wasser aus diesem Wasserloch ist stark kontaminiert und die Menschen in Kisuuza leiden regelmäßig an hygienebedingten Krankheiten wie Durchfall und Magenwürmern. Neben dem hohen gesundheitlichen Risiko stellt der ständige Krankheitsausfall auch eine große finanzielle Belastung für die Menschen dar, da sie viel wertvolle Arbeitszeit auf ihren Feldern verlieren. Besonders die Kinder können oft nicht zur Schule gehen, da sie entweder selbst krank sind oder sich um kranke Familienangehörige kümmern müssen.



  • Unser Ziel

    Das Kisuuza-Wasserprojekt soll all diese Probleme durch den Bau eines neuen Flachbrunnens im Dorf beheben. Schon lange haben die Gemeindemitglieder versucht, die nötigen finanziellen Mittel aus eigener Kraft aufzubringen. Da ihre kleinen Felder jedoch ohnehin schon wenig Erträge abwerfen kommen die meisten Familien meist mehr schlecht als recht über die Runden und es bleiben kaum Ersparnisse übrig. Das Projekt sieht daher vor, einen Flachbrunnen in unmittelbarer Nähe des alten Wasserlochs zu bauen und so sauberes und sicheres Wasser für den Hausgebrauch direkt ins Dorf zu bringen. Auch werden die Dorfbewohner Hygieneschulungen erhalten, in denen ihnen sowohl grundsätzliche Themen im Bereich Sauberkeit und Gesundheitspflege als auch der verantwortungwusste Umgang mit dem neuen Brunnen beigebracht werden. Die Bildung und Schulung eines siebenköpfigen Wasserkomitees wird darüber hinaus sicher stellen, dass der Brunnen von der Gemeinde selbst instand gehalten werden kann und somit für lange Jahre sicheres Wasser fördern wird.
  • Situation heute

    Es ist geschafft. Seit kurzem fließt in Kisuuza endlich sauberes und sicheres Wasser. Dieses hat in nur kurzer Zeit zu einem starken Rückgang hygienebedingter Krankheiten geführt. Langfristig wird sich dies vor allem durch einen Rückgang des krankheitsbedingten Arbeits- und Unterrichtsausfalls als auch finanziell bei vielen Familien im Ort bemerkbar machen.
  • Unterstützer

    Dieses Projekt wurde von Walter Schuh finanziert und in Zusammenarbeit mit der Emesco Development Foundation realisiert.