Uganda 138: Nsonga-Brunnen

Nsonga-Brunnen

Ausgangssituation

Die Nsonga Gemeinde liegt im Kalangala Bezirk in der Region Matale im Kibale Distrikt (West-Uganda). Die Region grenzt an ein Waldgebiet und verfügt über fruchtbare Böden, die sich für den Anbau von Obst und Gemüse eignen, wie zum Beispiel Bananen. Das Gelände ist recht flach, wodurch natürliche Wasserquellen selten vorkommen. Die Region ist sehr dicht besiedelt.

Die Menschen in der Nsonga-Gemeinde haben aktuell keinen Zugang zu sicherem und sauberem Wasser für den täglichen Bedarf (Trinken, Kochen, Waschen, Hygiene). Zwar wurde vor langer Zeit ein Flachbrunnen errichtet, allerdings ist der Grundwasserspiegel in der Region gesunken und der Brunnen deshalb ausgetrocknet und nicht mehr funktionstüchtig. In der Regenzeit holen die Gemeindebewohner sich aktuell Wasser aus offenen Quellen oder Tümpeln, die jedoch stark kontaminiert sind (Tierkot, Erdabbruch, Pflanzenreste etc.). Das verunreinigte Wasser führt zu Krankheiten wie Durchfall und Magenwürmern und vor allem die Kinder leiden darunter.

Während längerer Trockenperioden holen die Menschen ihr Wasser aus dem Nguse Fluss, der einige Kilometer entfernt liegt. Den weiten Weg müssen meist die Frauen und Kinder laufen, um Wasser für die Familie zu besorgen. Die Kinder können in dieser Zeit nicht zur Schule gehen. Den Frauen fehlt dann oft die Zeit, sich um die Kinder zu kümmern oder Gemüse und Obst für den Eigenbedarf oder Verkauf anzubauen. Der Nguse Fluss ist ebenfalls verunreinigt und liefert kein sauberes und sicheres Wasser.



  • Unser Ziel

    Für die Gemeinde soll deshalb ein Tiefbohrbrunnen errichtet werden. Der Tiefbohrbrunnen wird rund 930 Menschen Zugang zu sauberem und sicherem Wasser geben, auch Kinder einer Grundschule können den Brunnen nutzen. Dies würde die hygie¬nischen und damit gesundheitlichen Zustände in der Nsonga-Gemeinde grundlegend verbes¬sern. Die Kosten für das Projekt umfassen den Bau des Tiefbohrbunnens sowie eine Hygieneschulung für die Gemeindebewohner. In dem Training werden die Bewohner über den verantwortungsvollen Umgang mit sauberem Wasser und dem Brunnen unterrichtet. Außerdem lernen sie einfache Hygienemaßnahmen zur Vorbeugung von wasserbedingten Krankheiten (z.B. Wasser abkochen vor dem Trinken). Zudem wird die Gemeinde ein siebenköpfiges Wasserkomitee wählen, das sich um die Instandhaltung des Brunnens kümmert. So wird die nachhaltige Wasserversorgung im Ort garantiert. Für den Bau des Brunnens wird un¬ser Partner, die Emesco Development Foundation, eine örtliche Brunnenbau¬firma beauftragen.
  • Situation heute

    Wasser Marsch! Seit dem 16.07.2020 haben die Menschen in Nsonga endlich Zugang zu sauberem und sicherem Wasser! Der neue Brunnen hat für die Menschen im Dorf in nur kurzer Zeit viel verändert: Die Gemeindemitglieder sind weniger krank, die Erwachsenen können wieder verstärkt auf den Feldern arbeiten und die Kinder zur Schule gehen. Durch die gesteigerten Felderträge können sich zudem viele Familien über ein besseres Einkommen freuen.
  • Unterstützer

    Dieses Projekt wurde von der Kabarettshow "STUNK" aus Neuss finanziert und in Zusammenarbeit mit der Emesco Development Foundation realisiert.