Projekt 35: Wantema-Brunnen

 

Wantema-Brunnen

Ausgangssituation

Wantema ist eine der abgeschiedensten Gemeinden in Kyebando, einem Bezirk im ugandischen Kibale District. Die Gemeinde war bis vor einigen Jahren von der Infrastruktur abgeschnitten, da die einzige Straße, die sie mit dem Rest des Gebietes verbindet, quasi unbefahrbar war. Die Bewohner haben diese Straße in Eigeninitiative selbst ausgebaut und auch für PKWs und Motorräder befahrbar gemacht und halten sie weiter in Schuss, um nicht mehr von der Außenwelt abgeschnitten zu sein.
Die Gegend um Wantema zeichnet sich durch den fruchtbaren Boden aus, der sich hervorragend für den Anbau von Mais, Tabak, Tee, Bananen und anderem Obst und Gemüse eignet. Dies erklärt die hohe Einwohnerzahl, die von den guten landwirtschaftlichen Bedingungen angezogen wurden.
Die Wasserversorgung jedoch ist mehr als unzureichend, so dass Wantema ein stetiges Wasserproblem hat. Das meiste Wasser, das in Sümpfen, Bächen, Tümpeln, offenen Quellen zu finden ist, ist saisonal bedingten Schwankungen unterworfen. Darum gibt es besonders in den Trockenperioden große Wasserknappheit. Da es keine permanente Wasserstelle gibt, kann hier kein normaler Flachbrunnen oder geschützte Quelle gebaut werden.



  • Unser Ziel

    Da das Grundwasser in dieser Gegend sehr tief liegt, kommt ein normaler Flachbrunnen in Wantema nicht in Frage. Der Versuch, einen Tiefbohrbrunnen zu errichten, schlug fehl. Während der 2aid.org-Projektreise 2012 (http://blog.2aid.org/tag/2aidorgprojektreise2012) waren Anna, Falco und Bea live bei den Bohrungen dabei. Die Mindestmenge von 500 Litern Wasser pro Stunde, die ein Tiefbrunnen benötigt, um richtig zu funktionieren, konnte nicht erreicht werden. Die einzige Möglichkeit, um den Menschen in Wantema trotzdem den Zugang zu sauberem Trinkwasser zu ermöglichen, ist die eines Hand-Dug Deep Wells - also eines besonders tiefen Flachbrunnens, der manuell gegraben wird. Durch den Zugang zu sauberem Trinkwasser können wasserbedingte Krankheiten gemindert und die Lebensbedingungen der Menschen positiv verändert werden. Hygiene- und Gesundheitsschulungen für die Menschen in der Gemeinde sollen sie besser über die Gefahren aufklären. Zusätzlich wird ein Wasserkomitee gegründet, welches sich um die Instandhaltung des Brunnens kümmert und darauf achtet, dass der Brunnen richtig genutzt wird.
  • Situation heute

    Es ist geschafft! Dank eurer Unterstützung konnten wir am 20. Juli 2012 unser 35. Trinkwasserprojekt in Uganda fertigstellen! Die ganze Gemeinde hat nun Zugang zu sauberem und sicherem Wasser, weniger Menschen werden an wasserbedingten Krankheiten leiden und können mehr Zeit der Landwirtschaft und Bildung widmen. 12,3 Meter tief musste gegraben werden, um an Wasser zu gelangen und 24 Betonringe wurden für den Brunnen benötigt (zum Vergleich: bei einem normalen Flachbrunnen sind es 6-8).
  • Unterstützer

    Dieses Projekt wurde durch Einzelspenden finanziert und in Zusammenarbeit mit der Emesco Development Foundation realisiert.

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