Projektreise 2014, Teil 2 – On Field, Day 2

Puh…heute wurden wir sowas von durchgeschüttelt – wir haben 8 Orte besichtigt, darunter 1 Wassertank, 1 „hand-dug deep well“, 3 Flachbrunnen, 1 Tiefbohrbrunnenreparatur und zwei Orte, an denen der Zugang zu sauberem Wasser benötigt wird. Aber alles der Reihe nach:

Itomero
Unser erster Ort heute war Itomero. Ganze anderthalb Stunden waren wir auf den unwegsamsten Wegen unterwegs, um diese Gemeinde zu erreichen. Dort gab es dann allerdings erfreulicherweise gleich zwei Projekte:
Zum einen einen Wassertank am noch im Bau befindlichen Gesundheitszentrum von Itomero. Da zur Zeit schon Regenzeit herrscht, war der Tank bereits gefüllt und wir konnten uns von der Funktionstüchtigkeit desselben überzeugen.
Zum Anderen hatten wir hier in Itomero im Zuge unserer „Winter-Weihnachtsaktion“ 2012 einen Tiefbohrbrunnen bauen wollen. Leider war dies aufgrund von Wassermangel nicht möglich, sodass auf einen sogenannten „hand-dug deep well“ ausgewichen werden musste. Diesen habe wir heute auch gesehen und waren sehr zufrieden mit dem Zustand des Brunnens, aber seht selbst:

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Eine einzige Verbesserung hat Johnsus, der Beauftragte für Wasser- & Sanitärversorgung unserer Partnerorganisation Emesco, der Gemeinschaft vorgeschlagen – die Pflanze auf dem folgenden Bild kann man als sogenannten „life fence“ um den Brunnen herum pflanzen. Diese wächst dann zu einem natürlichen „Zaun“ heran, vergleichbar mit einer Hecke bei uns.

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Nyamasoza
Weiter ging es nach Nyamasoza. Auch hier war ein Tiefbohrbrunnen geplant, der ebenfalls aufgrund von Wassermangel nicht realisiert werden konnte. Es wurden zwei Bohrungen an unterschiedlichen Stellen vorgenommen – beide förderten nicht genug Wasser, also bestand nur noch die Möglichkeit einen Flachbrunnen zu bauen. Nachdem wir auch die Wasserstelle gesehen hatten, die vor dem Bau des Brunnens als Wasserquelle genutzt wurde, waren wir froh, dass „wenigstens“ der Flachbrunnen realisiert werden konnte.

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Rwobuhuka
Hier waren wir am Fluss Muziizi. Dieser wird derzeit von der Gemeinde Rwobuhuka als Wasserquelle genutzt. Daneben gibt es noch eine Wasserstelle, die aber nur in Regenzeiten Wasser führt. Beide Gewässer stellen eine Gefahr für die Gesundheit der Menschen dar, da sie Krankheitserreger enthalten, die zu tödlichen Krankheiten führen können. Leider ist es hier nicht möglich einen Brunnen zu bauen, weil einfach nicht genug Wasser vorhanden ist. 2aid.org wird sich aber gemeinsam mit Emesco und eurer Hilfe bemühen auch dieser Gemeinde Zugang zu sauberem Wasser zu verschaffen.

Rwobuhuka

Kisindizi
Der Kisindizi-Flachbrunnen wurde im Juli diesen Jahres fertiggestellt und ist damit eines unserer neueren Projekte. Es tat sehr gut zu sehen, dass die Menschen der Gemeinde sich gut um den Brunnen kümmern – sowohl Brunnen, als auch Zaun waren in sehr gutem Zustand.

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Kiyanja
Der Kiyanja-Tiefbohrbrunnen wurde vor vielen Jahren von der Regierung gebaut. Leider ging er kaputt und konnte nicht durch die Gemeinschaft selbst repariert werden, da dies mehr als 850 Euro gekostet hat und die Gemeinde dieses Geld nicht aus eigener Kraft aufbringen konnte. Nach zwei Jahren außer Betrieb wurde er schließlich im Oktober 2012 mit Hilfe von 2aid.org repariert. Als wir heute gegen 16 Uhr Ortszeit an den Brunnen kamen, waren schon viele Menschen dort, um Wasser zu holen. Innerhalb kurzer Zeit hatte sich unser Kommen verbreitet und es strömten immer mehr Menschen, vor allem neugierige Kinder, zum Brunnen. Leider war der Zaun in nicht besonders gutem Zustand, aber bei so vielen Kindern ist dies auch nicht besonders verwunderlich – sie klettern und toben nun einmal gerne an dem Zaun herum. Trotzdem haben wir noch einmal auf die enorme Wichtigkeit des Schutzes durch einen Zaun hingewiesen und die Gemeinde will baldmöglichst die Wiederinstandsetzung des Zauns durchführen.

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St.Joseph’s School
Diese Schule haben wir heute besucht, da sie unsere Partnerorganisation schon sehr lange und inständig um einen Wassertank und sanitäre Einrichtungen bittet. Die Schule wird von circa 230 Schülerinnen und Schülern besucht, die von 9 Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet werden. Zur Zeit müssen diese sich ihr Wasser von einer weit entfernten unsicheren Wasserstelle holen. Außerdem stehen für die gesamten Schüler und Lehrer zwei Toilettenkabinen, das bedeutet, dass zum Beispiel in Pausenzeiten ungefähr 120 Menschen eine Toilette benutzen. Da dies nahezu unmöglich ist, werden dringend neue zusätzliche Toilettenkabinen gebraucht, die gleichzeitig einen separaten Eingang für Mädchen und Jungen erhalten würden. Fünf solcher Kabinen kosten rund 2.200 Euro, genaue Kosten wird uns unser Partner Emesco vorlegen. Der Bau einer sanitären Anlage wäre eine neue Herausforderung für 2aid.org, die wir mit eurer Hilfe sicher meistern können.

Isunga
Unsere letzte Station heute war der Isunga-Brunnen. Wir wurden unheimlich herzlich von den Bewohnern der Gemeinschaft empfangen und fanden einen sehr gepflegten, einwandfreien Flachbrunnen vor. Auch hier könnt ihr euch selbst überzeugen:

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Leider schwächelt unser Internet heute Abend, so dass es sein kann, dass wir diesen Post erst morgen (Samstag) hochladen können. Wir verabschieden uns jetzt ins Bett, morgen früh um 9 geht es schon wieder weiter und – wie immer – halten wir euch natürlich auf dem Laufenden.

Viele liebe Grüße aus Kibale
Bea, Max & Anna

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