Projektreise 2014, Teil 2 – On Field, Day 5

Der fünfte Tag on field war für uns ein eher entspannter Tag. Wir mussten uns das nach dem Projekt-Marathon der letzten Tage mal gönnen. So haben wir heute 3 Orte besichtigt – einen Flachbrunnen, eine Tiefbohrbrunnenreparatur und eine ungeschützte Wasserstelle.

Kineka
An diesem Flachbrunnen war alles in Ordnung. Wir konnten hier doch etwas Neues lernen: Von unserer Partnerorganisation haben wir uns zeigen lassen, wie die Kette eines Brunnens gefettet wird. Dazu wird ein Schraubenschlüssel der Größe 19 und natürlich Fett benötigt. Beides kostet jeweils um die 10.000 Uganda Schilling, umgerechnet sind das ungefähr 3 Euro. Die 6 Euro für beides werden von der Gemeinschaft gesammelt, damit der „Caretaker“, der Teil des Wasserkomitees ist, einmal im Monat die Fettung der Kette vornehmen kann. Dadurch wird die Rostung der Kette verhindert und damit die Lebensdauer des Brunnens erhöht. Wir haben den Prozess der Kette in den folgenden Fotos für euch festgehalten:

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Bujuni
Der Bujuni-Tiefbohrbrunnen wurde Anfang 2013 mit finanzieller Unterstützung durch die Agentur Akom360 von unserer Partnerorganisation Emesco repariert und durch einen neu hochgezogenen Zaun geschützt. Der Brunnen liegt gegenüber der St.Thereza Grundschule. Diese Schule wird von etwa 980 Schülerinnen und Schüler besucht, sie ist zum Teil sogar ein Internat. Das Besondere dieser Schule ist, dass das Konzept der Inklusion hier seit Jahren umgesetzt wird – blinde, taube und Kinder mit anderen Behinderungen werden hier gemeinsam mit gesunden Schülern unter großem Einsatz der Lehrer und Lehrerinnen unterrichtet. Für die blinden Kinder stehen Braille-Schreibmaschinen zur Verfügung, das Lehrpersonal beherrscht die Gebärdensprache. Wir waren sehr beeindruckt von dem Engagement und dem durchdachten Konzept der Lehrer und Lehrerinnen.

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Die Tatsache, dass der Zaun um den Brunnen, wie schon bei der Projektreise im April diesen Jahres (damals konnte das Team aber leider nicht mit den Verantwortlichen der Schule sprechen, weil Ferien waren), fehlte, war für uns natürlich nicht erfreulich. Dazu kam, dass wir auch hier nach der Kette schauten und feststellen mussten, dass sie schon sehr lange nicht gefettet worden war. Beides besprachen wir mit dem zuständigen Lehrer der Schule, er machte sich Notizen und versprach sich um diese Probleme zu kümmern. Auch den Schülern erklärten wir noch einmal, wie wichtig es ist, sich gut um den Brunnen zu kümmern. Annas und Beas und Erklärungen haben wir für euch auf Video festgehalten.

Kyabahangwe
Diese ungeschützte Wasserstelle liegt an der Grenze zwischen zwei Gemeinden und versorgt damit etwa 100 Haushalte! Für uns war sofort klar, dass sich dieser Zustand so bald wie möglich ändern muss. Wir sprachen mit einigen Bewohnern und erklärten ihnen, dass wir unser Bestes dafür geben werden sie mit dem Zugang zu sauberem Wasser zu versorgen. Dazu brauchen wir natürlich eure Unterstützung und hoffen, dass wir gemeinsam schnell helfen können.

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Nachdem wir in den letzten Tagen sehr viel unterwegs waren, haben wir uns den Nachmittag freigenommen und einfach mal nichts getan. Abends saßen wir dann wieder an unseren Laptops, um die Dokumentation zu machen, als wir netten Besuch bekamen: David, ein Kameramann aus Deutschland ist heute bei uns angekommen. Er arbeitet für die Bild der Frau und wird die nächsten Tage mit uns verbringen, um Videomaterial für die Gala zur Goldenen Bild der Frau zu drehen. Für alle, die noch nicht ihre Stimme abgegeben haben, hier noch einmal der Link zur Abstimmung, bei der wir 30.000 Euro für weitere Wasserprojekte gewinnen können:
Bitte macht alle fleißig mit! Jetzt abstimmen

Habt alle eine gute Nacht!
Eure/euer Bea, Max & Anna

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